Onlinehilfe · Versandlabels & Druck

beeUnity Print unter Linux nutzen

Linux-Client komplett: alle Befehle, PDF-Archiv, Log-Level, systemd, Logs und Update.

Lokaler Print-Client am Packplatz mit Etikettendrucker

Praxisbeispiel: Der Linux-Druckserver läuft im Lager. Du willst den Status prüfen, das PDF-Archiv einschalten, kurz keine Aufträge annehmen, ein Etikett lokal noch einmal drucken oder den Client aktualisieren – alles ohne Menüleiste, nur per Terminal und beeUnity.

Installation und Autostart: Linux installieren. Überblick: beeUnity Print einrichten. macOS: macOS nutzen.

Unter Linux gibt es kein Symbol in der Systemleiste. Der Dienst läuft im Hintergrund (systemd) oder mit beeunity-print run im Terminal. Die komplette Befehlsliste zeigt auch beeunity-print help.

Alle Befehle

  • beeunity-print login – einmalig anmelden (Kanal/Server, Zugangsdaten, Unternehmen, Client-Name, optional PDF-Archiv und Löschfrist).
  • beeunity-print url – aktuellen Server zeigen; beeunity-print url beta (oder live, volle URL) wechselt den Kanal. Danach systemctl --user restart beeunity-print.service.
  • beeunity-print run – Dauerbetrieb im Vordergrund (Empfang und Druck). Mit Autostart übernimmt das systemd.
  • beeunity-print status – Version, Name, Server-URL, Verbindung, Log-Level, Archiv, gemeldete Drucker.
  • beeunity-print log-level – Log-Level anzeigen oder setzen (debug, info, warn, error). Standard: info. Ausführlicher: beeunity-print log-level debug. Danach den Dienst neu starten.
  • beeunity-print pause – Verbindung vorübergehend trennen (gleichbedeutend: disconnect, trennen).
  • beeunity-print resume – wieder verbinden (connect, verbinden).
  • beeunity-print printers – lokale CUPS-Drucker auflisten und an beeUnity melden.
  • beeunity-print history – letzte lokale Ausdrucke (max. 12).
  • beeunity-print reprint 1 – Eintrag aus der Historie lokal erneut drucken (Nummer oder ID).
  • beeunity-print archive – PDF-Archiv: Status und Ordner.
  • beeunity-print archive on / off – Archiv ein- oder ausschalten.
  • beeunity-print archive dir – Ordner anzeigen; mit Pfad setzen, z. B. beeunity-print archive dir /mnt/archiv.
  • beeunity-print install-autostart / uninstall-autostart – systemd-User-Dienst einrichten oder entfernen.
  • beeunity-print version – installierte Version.
  • beeunity-print help – diese Übersicht im Terminal.

Standardwerte

  • Log-Level: info – Debuginfos und die ~25-Sekunden-Reconnects (debug) erscheinen nicht.
  • Server: live (https://app.beeunity.cloud).
  • PDF-Archiv: aus. Nach dem Einschalten: Ordner ~/Documents/beeunity-print-archive, automatisch löschen nach 7d.
  • Verbindung: aktiv (nicht pausiert).

PDF-Archiv

Jeder Druck kann zusätzlich als PDF gespeichert werden, sortiert nach Monat und Tag. Standardordner: ~/Documents/beeunity-print-archive. Beim ersten beeunity-print login fragt der Client automatisch, ob du archivieren willst, in welchen Ordner, und nach welchem Alter Dateien gelöscht werden sollen (z. B. 24h, 7d, 30d, 3m).

  1. beeunity-print archive on schaltet das Archiv später ein und legt den Standardordner an, falls du keinen eigenen gewählt hast.
  2. beeunity-print archive dir /pfad/zum/ordner setzt einen anderen Ort. Danach bei Bedarf archive on.
  3. beeunity-print archive keep 7d löscht PDFs automatisch, die älter als 7 Tage sind. Standard bei neuer Archivierung ist 7d. Weitere Angaben: 24h, 48h, 7d, 14d, 30d, 3m, 12m, 0 / nolimit (kein automatisches Löschen).
  4. beeunity-print archive prune räumt sofort auf. Der Dienst macht das außerdem stündlich von selbst.
  5. beeunity-print status zeigt, ob das Archiv an ist, wohin geschrieben wird und welche Löschfrist gilt.

Dieselben Werte stehen in ~/.beeunity-print/config.json (archive_enabled, archive_dir). Unter Linux gibt es keine Menüleiste – Archiv nur per Befehl oder diese Datei.

Konfiguration und Dateien

  • ~/.beeunity-print/config.json – Server-URL, Client-Name, Archiv, Pause, Log-Level.
  • Geräte-Schlüssel: Secret-Store bzw. ~/.beeunity-print/secret (kein Passwort).
  • Logs: ~/.beeunity-print/logs/client.log (ältere Zeilen in client.log.1).
  • systemd-Unit: ~/.config/systemd/user/beeunity-print.service.

Umgebungsvariable BEEUNITY_PRINT_URL setzt die Basis-URL beim ersten Login (Standard: https://app.beeunity.cloud, Alias live, beta). Danach gilt die URL in der Konfigurationsdatei bzw. beeunity-print url. BEEUNITY_PRINT_LOG_LEVEL setzt das Log-Level (debug, info, warn, error; Standard info) und hat Vorrang vor beeunity-print log-level.

Kanal wechseln

Unter Linux gibt es kein Menü „Server wechseln“. Beim Login fragst du den Kanal zuerst, oder später:

  1. beeunity-print url zeigt den aktuellen Server.
  2. beeunity-print url beta (oder live) schreibt die neue URL.
  3. systemctl --user restart beeunity-print.service.

Live und Beta nutzen denselben Client – nach dem Wechsel reicht ein Neustart des Dienstes.

Status, Pause, Drucker

In beeUnity unter EinstellungenPrint siehst du denselben Client als online oder offline. In der Pause bleibt der Prozess für Status, Historie und lokalen Reprint aktiv, beeUnity zeigt ihn offline.

Erneut drucken

  • Lokal: beeunity-print history, dann beeunity-print reprint 1 (oder die ID) – ohne neuen Server-Job. Praktisch bei leerem Papier.
  • In beeUnity: Tab Letzte Jobs unter Print und im Druckjournal gibt es Erneut drucken. An Packstation, Picklistenübersicht und Auftragsscan führt der Kopfleisten-Button zum Journal, sobald die Station beeUnity Print nutzt.

Was „Gedruckt“ bedeutet

Ab Client-Version 1.6.0 gilt ein Auftrag erst als gedruckt, wenn CUPS ihn bestätigt hat – nicht schon, wenn er in der Warteschlange liegt. Ist der Drucker aus, das Kabel weg oder bleibt der Job hängen, siehst du den Fehler im Journal statt eines falschen Erfolgs. Der Versand an der Packstation wartet darauf nicht; das Label kann trotzdem erzeugt sein.

Logs

Ab Client-Version 1.6.8 trägt jede Zeile eine Stufe: DEBUG, INFO, WARN oder ERROR. Standard ist INFO – Debuginfos erscheinen nicht. Die regelmäßige Neuverbindung (alle ~25 Sekunden, technisch normal) steht unter DEBUG und füllt das Log im Alltag nicht.

  • Datei: ~/.beeunity-print/logs/client.log (ältere Zeilen in client.log.1).
  • Level anzeigen: beeunity-print log-level – steht auch in beeunity-print status.
  • Ausführlicher: beeunity-print log-level debug, danach systemctl --user restart beeunity-print.service. Zurück: beeunity-print log-level info.
  • Vorübergehend ohne Datei-Änderung: Umgebungsvariable BEEUNITY_PRINT_LOG_LEVEL=debug (hat Vorrang).
  • systemd: journalctl --user -u beeunity-print.service
  • In beeUnity (Client online, ab Version 1.6.0): Button Logs anfordern im Client-Dialog, dort auch Logs herunterladen. Der Text bleibt nach dem Anzeigen nicht auf dem Server.

Update

Updates startest du unter Print am Client – auch wenn noch kein CUPS-Drucker gemeldet ist (z. B. Raspberry Pi direkt nach dem Login). Der Linux-Dienst lädt das tar.gz, tauscht das Programm (auch in ~/.local/bin) und startet neu.

Bleibt danach eine alte Version aktiv: Oft laufen zwei Kopien (entpackter Ordner und ~/.local/bin). Dann Installer erneut herunterladen, ./install.sh ausführen und systemctl --user restart beeunity-print.service. beeunity-print version muss dieselbe Nummer zeigen wie die Client-Karte unter Print.

Störungen: Probleme beheben.

Die Klickwege führen in die App (Login). Öffentliche Themenseiten bleiben auf beeunity.cloud.

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