Praxisbeispiel: Am Packplatz kommt kein Etikett, beeUnity zeigt den Linux-Client offline, oder Jobs bleiben auf „Druckt…“ stehen. Hier die häufigsten Ursachen – Installation: Linux installieren, Alltag: Linux nutzen.
Befehl nicht gefunden
beeunity-print liegt nach der Standardinstallation in ~/.local/bin. Fehlt der Ordner im PATH, erscheint „command not found“. Ergänze export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH" in der Shell-Konfiguration und öffne ein neues Terminal – oder rufe den vollen Pfad auf.
Client bleibt in beeUnity offline
beeunity-print status– steht dort „pausiert“ oder getrennt, mitbeeunity-print resumewieder verbinden.- Läuft der systemd-Dienst?
systemctl --user status beeunity-print.service. Neu starten:systemctl --user restart beeunity-print.service. - Auf einem Server ohne Sitzung:
loginctl enable-linger $USER, sonst endet der User-Dienst nach dem Logout. - Erst
beeunity-print loginausführen, bevor Autostart Sinn ergibt.
Nach dem Rechnerstart kein Druck
Ohne beeunity-print install-autostart startet nichts von allein. Mit Autostart, aber ohne Linger auf einem Headless-Gerät, fehlt nach dem Boot oft die User-Session – dann den Linger-Befehl nachholen und den Dienst neu starten.
Keine Drucker in beeUnity
- CUPS installieren und Drucker lokal prüfen:
lpstat -pundlpstat -o. - Debian/Ubuntu:
sudo apt install cups cups-client. - Danach
beeunity-print printers– die Geräte müssen in CUPS existieren, bevor beeUnity sie anzeigt.
Job schlägt fehl oder bleibt hängen
Ab Client 1.6.0 wartet beeUnity Print auf die CUPS-Bestätigung (ca. 90 Sekunden). Typische Meldungen im Druckjournal:
- Drucker ausgeschaltet, deaktiviert oder Kabelbruch – CUPS nimmt oft trotzdem an, der Client meldet jetzt einen Fehler statt „Gedruckt“.
- „Drucker hat den Auftrag nicht bestätigt“ – Job hängt in der Warteschlange (Papier, Deckel, Netzwerkdrucker unerreichbar).
Prüfe den Drucker physisch, dann Erneut drucken im Journal oder lokal beeunity-print reprint 1. Der Versandabschluss an der Packstation hängt nicht an dieser Bestätigung.
Logs ansehen
Ab Version 1.6.8 ist das Standard-Level info (nicht debug). Die ständigen Neuverbindungs-Meldungen stehen unter DEBUG und erscheinen dann nicht. Wenn du sie brauchst: beeunity-print log-level debug und systemctl --user restart beeunity-print.service. Zurück mit beeunity-print log-level info. Details: Linux nutzen (Abschnitt Logs).
- Datei:
~/.beeunity-print/logs/client.log - Dienst:
journalctl --user -u beeunity-print.service -e - In beeUnity: Client-Dialog unter Print → Logs anfordern (online, Version 1.6.0 oder neuer). Ältere Clients können das nicht – zuerst aktualisieren.
Falsches Linux-Paket
Ein amd64-Archiv startet nicht auf ARM und umgekehrt. uname -m muss zum Download passen (x86_64 → amd64, aarch64 → arm64). 32-Bit-ARM hat keinen Installer.
Update kommt nicht an / alte Version bleibt aktiv
Der Client muss online sein. Update startest du unter Print am Client – auch ohne gemeldeten Drucker. Bleibt z. B. 1.5.1 aktiv, obwohl 1.6 angeboten wurde:
beeunity-print versionundsystemctl --user status beeunity-print.service– oft läuft noch eine zweite Kopie (entpackter Ordner statt~/.local/bin).- Aktuelles tar.gz herunterladen,
./install.sh, dannsystemctl --user restart beeunity-print.service. - Logs prüfen:
~/.beeunity-print/logs/client.log.
Veraltete Clients drucken weiter, warten aber nicht auf CUPS und liefern keine Logs an die Oberfläche.